Jedes Jahr strömen etwa 1,5 Millionen Besucher auf dieses Fest. Das Gäubodenvolksfest in Straubing ist eines der größten Volksfeste Bayerns und wird auch liebevoll als „Party in der Kornkammer“ bezeichnet. Mehr über die Geschichte und Traditionen des Festes erfahren Sie auf munichski.eu.
Die Entstehungsgeschichte
Der „Gäuboden“ ist ein etwa 15 Kilometer breiter Landstrich südlich der Donau, der sich östlich von Regensburg bis Osterhofen erstreckt. Straubing, die größte Stadt der Region, ist bekannt für ihre fruchtbaren Böden. Daher trägt sie auch den Beinamen „Kornkammer Bayerns“. Doch wie hat alles begonnen?
Im Jahr 1812 legte König Maximilian I. den Grundstein für dieses Volksfest, das ursprünglich landwirtschaftlich geprägt war. Er erteilte den Bewohnern Straubings die Erlaubnis, eine Veranstaltung im „Niederbayerischen Distrikt“ abzuhalten. Interessanterweise hat sich die ursprüngliche Ausrichtung als Landwirtschaftsmesse in der begleitenden „Ostbayernschau“ erhalten. Diese größte Messe Ostbayerns findet parallel zum Volksfest statt.
Von Jahr zu Jahr wuchs die Veranstaltung und entwickelte sich zu einem der meistbeachteten Volksfeste Bayerns. Die Menschen in der Region fieberten ihr entgegen und trugen sie fest in ihrem Veranstaltungskalender ein. Der lokale Dichter Max Peinkofer beschrieb das Fest einst treffend als „ein Stückerl Paradies“.
Seit 1949 trägt das Fest seinen heutigen, bekannten Namen „Gäubodenvolksfest“. Seit 1962 findet es jährlich statt und ist für viele ein lang ersehntes Ereignis.
Für Straubing ist das Gäubodenvolksfest die „fünfte Jahreszeit“, denn während der Festtage schließen viele Unternehmen ihre Pforten.

„Ostbayernschau“
Während das Gäubodenvolksfest vom 8. bis 18. August von 11:30 Uhr bis Mitternacht seine Pforten öffnet, läuft die „Ostbayernschau“ vom 9. bis 17. August von 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr. Diese beiden Großereignisse sind untrennbar miteinander verbunden und finden alljährlich auf dem Straubing-Am-Hagen (94315, Niederbayern, Deutschland) statt. Sie bilden eine einzigartige Symbiose, die Millionen von Besuchern anzieht. Parallel zum Trubel des Volksfestes bietet die „Ostbayernschau“ – die größte Verbrauchermesse Ostbayerns – eine wichtige Plattform für regionales und internationales Business. Hier sind einige Besonderheiten dieser Messe:
- Tausende von Ausstellern aus verschiedensten Branchen präsentieren sich hier: von Landwirtschaft über Lebensmittelindustrie und Automobilbau bis hin zu Bauwesen, Bildung und Dienstleistungen. Für die Festbesucher ist der Besuch der Messe eine hervorragende Gelegenheit, sich über die neuesten Innovationen und Trends zu informieren.
- Die Messe bietet eine ideale Plattform, um neue Geschäftskontakte zu knüpfen, Partner zu finden und eigene Produkte oder Dienstleistungen vorzustellen.
- Oft sind auch Vertreter von Bildungseinrichtungen, Behörden und Beratungsstellen vor Ort. Daher kann der Besuch der Messe auch eine informative und nützliche Erfahrung sein.
Für die Straubinger und Gäste des Festes bietet sich die einmalige Gelegenheit, sowohl das Gäubodenvolksfest als auch die „Ostbayernschau“ zu besuchen, denn der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist kostenlos und es werden keine Tickets benötigt. So kann man beispielsweise vormittags die neuesten Technologien erkunden und sich anschließend ins Getümmel des Volksfestes stürzen. Essen, Trinken, Fahrgeschäfte und die einzigartige Atmosphäre – all das lässt niemanden unberührt.

Bewährte Traditionen
- Beginnen wir mit dem Bier, das eine zentrale Rolle auf dem Fest spielt. Am ersten Tag findet eine Bierprobe statt, bei der die Besucher ihre Favoriten küren. Auf dem Fest gibt es mehrere große Bierzeltareale, deren Gesamtfläche etwa 100.000 m² beträgt.
- Das Fest beginnt mit einem großen Festzug in traditionellen bayerischen Trachten. Dieses Spektakel zieht Besucher und Einheimische gleichermaßen in seinen Bann und entführt sie in eine andere Zeit. Die Teilnehmer des Festumzugs sind zu Fuß, hoch zu Ross oder in prächtigen Kutschen unterwegs. Dieser Umzug ist eines der farbenprächtigsten Elemente, da er die festliche Stimmung vorgibt und den Charakter des Festes unterstreicht.
- Am zweiten Festtag findet die offizielle Eröffnung statt. Bei solchen Anlässen sind stets Vertreter der bayerischen Staatsregierung anwesend. Im Jahr 2025 wird beispielsweise Frau Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus, Michaela Kaniber, erwartet.
- Die Fahrgeschäfte verdienen besondere Aufmerksamkeit. Jedes Jahr lockt das Fest mit zahlreichen Karussells und Achterbahnen. In regelmäßigen Abständen von zwei bis drei Jahren können sich die Besucher auf den „Olympia Looping“ freuen. Beliebt sind auch die „Wilde Maus“ und „Feuer und Eis“. Auch das Riesenrad ist ein Klassiker, und Familien mit Kindern lieben die Boots- und Kinderfahrgeschäfte. Strahlende Gesichter sind garantiert!
- Neben köstlichem Bier erwarten die Festbesucher traditionelle bayerische und internationale Speisen sowie weitere Getränke.
- Um die Authentizität zu bewahren, gibt es auf dem Fest spezielle „historische Bereiche“ mit Karussells und Wagen, wo Bier aus Holzfässern und in Steinkrügen ausgeschenkt wird. Seit 2012 existiert hier ein Nostalgiebereich mit historischen Fahrgeschäften und Sehenswürdigkeiten.

Wann findet das Fest statt?
Die Münchner fiebern dem Gäubodenvolksfest in Straubing entgegen, das 2025 vom 8. bis 18. August stattfindet.
Es werden etwa 27.500 Plätze in sieben Festzelten und 130 Fahrgeschäfte erwartet. Das Fest verspricht jede Menge Spaß, kulinarische Genüsse, Unterhaltung und Nervenkitzel. Fünf lokale Brauereien schenken während des Festes ihr Bier aus.
Das Gäubodenvolksfest in Straubing bietet ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit über 60 kulturellen und sportlichen Veranstaltungen. Dazu gehören ein Blaskonzert, ein Lampionumzug und Feuerwerke. Der traditionelle Festumzug beginnt jedes Jahr am ersten Freitag im August um 11:30 Uhr. Die Zahl der Fachgruppen, die bei der Veranstaltung auftreten, übersteigt jährlich die 80.
Das Fest ist für Besucher mit Behinderungen zugänglich (von Parkplätzen bis zur Toilettennutzung). Gäste können im Hotel Edelweiß komfortabel übernachten.

Regeln und nützliche Informationen
Besucher des Festes sollten einige Regeln beachten und sich mit nützlichen Informationen vertraut machen, um ihren Besuch so angenehm wie möglich zu gestalten.
- Am Eingang werden die Festgäste stichprobenartig kontrolliert. Es ist verboten, Pfefferspray, scharfe, stumpfe, spitze oder Schusswaffen mit auf das Gelände zu nehmen. Dazu gehören auch Elektroschockgeräte, ätzende oder färbende Flüssigkeiten sowie pyrotechnische Gegenstände.
- Das Mitbringen von Glasflaschen, Krügen oder anderen Gegenständen aus zerbrechlichem Material ist untersagt.
- Die Veranstalter weisen darauf hin, dass Tiere auf dem Gelände nicht erlaubt sind. Eine Ausnahme bilden Blindenführhunde.
- Plätze in den Festzelten können direkt beim jeweiligen Festwirt reserviert werden. Auf der offiziellen Website gibt es einen eigenen Bereich für Festzelte und Musikprogramm.
- Besucher können ihre Gegenstände kostenlos in Schließfächern aufbewahren. Die genauen Standorte sind auf der offiziellen Website des Festes angegeben.
- Das Fest ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem eigenen Auto erreichbar. In der Nähe des Festgeländes gibt es etwa 5.000 kostenpflichtige Parkplätze, die rund 6 Euro pro Platz kosten.
- Verlorene Gegenstände werden im städtischen Fundbüro abgegeben, das werktags (Montag bis Freitag von 8:00 bis 12:00 Uhr, sowie Montag und Dienstag von 14:00 bis 16:00 Uhr und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr) geöffnet ist.
Das Gäubodenvolksfest verbindet langjährige Traditionen mit modernen Attraktionen. Während des Festes kann man eine besondere Atmosphäre erleben und tief in die Geschichte und Bräuche eintauchen. Einheimische und zahlreiche Touristen freuen sich jedes Jahr auf dieses Ereignis, das mit einem grandiosen Festumzug seinen Höhepunkt findet.
