Der Star aus „Kommissar Rex“: Der Weg des Münchner Schauspielers Gedeon Burkhard

Gedeon Burkhard ist ein deutscher Theater- und Filmschauspieler. Bekannt wurde er vor allem durch seine Rolle als Inspektor Alexander Brandtner in der Serie „Kommissar Rex“. Darüber hinaus spielte der Münchner in zahlreichen weiteren Fernsehserien und Filmen in Europa und den USA. Mehr über seinen Lebensweg und seine bekanntesten Rollen erfahren Sie weiter unten. Lesen Sie mehr über den Lebensweg und die bekanntesten Rollen des Stars auf munichski.eu.

Frühe Jahre

Gedeon Burkhard wurde am 3. Juli 1969 in München in eine Familie geboren, die eng mit der Filmbranche verbunden ist. Seine Mutter, Elisabeth von Molo, ist eine deutsche Schauspielerin, sein Großvater Konrad von Molo ein österreichischer Filmproduzent, und sein Urgroßvater Alexander Moissi ein österreichischer Schauspieler albanischer Herkunft. Interessanterweise benannte seine Mutter ihn nach ihrem ersten Liebhaber, einem Ungarn.

Mit acht Jahren ging Gedeon auf eine englische Privatschule, wechselte aber nach vier Jahren auf die Münchener Amerikanische Schule, wo er sein Englisch verbesserte. Insgesamt galt er als rebellisch: Er schwänzte den Unterricht, geriet in Schlägereien und legte sich oft mit Lehrern an, was zu häufigen Schulwechseln führte.

In seiner Jugend träumte Gedeon davon, Choreograf zu werden, nachdem er Auftritte des britischen Tänzers Rudolf Nurejew gesehen hatte. Nach der Schule besuchte er die Münchener Ballettakademie, brach diese jedoch ab, um eine Musikschule sowie Schauspiel- und Rhetorikkurse zu belegen.

Schauspielkarriere

Nach Abschluss seiner Ausbildung begann Gedeon seine Schauspielkarriere. Sein Debüt gab er 1979 im deutschen Fernsehfilm Tante Maria. In den 1990er-Jahren lebte Burkhard in den USA, wo er an einigen Produktionen teilnahm, jedoch keinen großen Durchbruch erzielte. Danach kehrte er nach Europa zurück und ließ sich in Wien nieder.

In der österreichischen Hauptstadt drehte Burkhard die Krimiserie Kommissar Rex, in der in jeder Folge ein neuer Kriminalfall gelöst wird. Die Verbrechen reichen von Mord bis hin zu internationaler Kriminalität wie Schmuggel, Waffenhandel, Menschenhandel und illegaler Einwanderung. Oft stehen dabei Verbrecher aus Russland oder Osteuropa im Fokus. Die Serie wurde in über 50 Ländern ausgestrahlt und erlangte weltweite Popularität.

Gedeon spielte Alexander Brandtner, einen Chefinspektor der Wiener Polizei. Brandtner wird als attraktiv und mutig dargestellt, was sich in seinen zahlreichen physischen Stunts zeigt, wie etwa das Springen über Autokarosserien oder schnelle Verfolgungsjagden zu Fuß. Gleich in seiner ersten Szene taucht Brandtner in die Donau, um ein wichtiges Beweisstück zu sichern. Sein Wohnzimmer ist mit Box- und Fitnessgeräten ausgestattet.

Brandtner hatte seinen Hund Arko bei einer Explosion verloren und wollte nicht mehr mit Hunden arbeiten, bis er Rex traf. Bei der Explosion verlor er zudem sein Gehör auf einem Ohr. Anders als bei Tobias Moretti nutzten die Produzenten Burkhards Äußeres nicht als Verkaufsargument. Nur in einer Folge zeigt er seinen nackten Oberkörper, als er bei einem Banküberfall gezwungen wird, seine Waffe abzugeben.

Nach dem Erfolg von Kommissar Rex kehrte Burkhard nach Deutschland zurück und arbeitete bis 2007 in Köln an der Krimiserie Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei. Wie in Kommissar Rex geht es in jeder Folge um die Aufklärung eines Kriminalfalls. Die Handlung spielt vorwiegend auf der Autobahn zwischen Köln und Düsseldorf. Burkhard spielte Chris Ritter, einen Kommissar und früheren Spezialagenten des Bundeskriminalamts. Nach dem heldenhaften Tod seines Charakters kehrte Burkhard nach Berlin zurück, wo seine Tochter lebte.

Burkhard spielte auch in Quentin Tarantinos legendärem Film Inglourious Basterds (2009), der in Deutschland und Frankreich gedreht wurde. Der Film spielt während des Zweiten Weltkriegs im von Nazis besetzten Frankreich und zeigt den Widerstand gegen das Regime. Eine Gruppe amerikanischer Saboteure plant die Ermordung von Nazi-Führern bei einer Filmpremiere in einem Pariser Kino.

In Rom spielte Burkhard in der italienischen Krimiserie Caccia al Re – La narcotici (2011–2015), die sich um Daniele Piazza, den Leiter der Drogenbekämpfungsabteilung in Rom, dreht. 2016 verkörperte der Münchner Gustav Fröhlich, einen deutschen UFA-Star, im internationalen Film The Devil’s Mistress. Dieser biografische Film erzählt die Geschichte der tschechischen Schauspielerin Lída Baarová und ihrer Beziehung zum Nazi-Propagandisten Joseph Goebbels.

Privatleben

1996 heiratete Burkhard Birgit Cunningham, doch die Ehe hielt nur drei Monate. Um 2004 bekam er mit seiner Ex-Freundin Filomena Iannacone eine Tochter. Von 2008 bis 2016 war er mit Annika Bormann liiert. In den Jahren 2019 und 2021 lernte Gedeon zwei Frauen kennen, mit denen er eine polyamore Beziehung einging. Alle drei leben gemeinsam in Berlin.

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