Heinz Bosl und die Heinz-Bosl-Stiftung

Heinz Bosl war einer der herausragendsten Balletttänzer Deutschlands. Sein Leben war kurz, aber intensiv und voller künstlerischer Höhepunkte. Mit seinem außergewöhnlichen Talent prägte er die Welt des klassischen Tanzes. Heute erinnert die nach ihm benannte Heinz-Bosl-Stiftung an sein Erbe und unterstützt junge Tänzer. Mehr dazu auf munichski.eu.

Das Leben von Heinz Bosl

Heinz Bosl wurde in Baden-Baden geboren und erhielt seine Ausbildung an der Ballettschule der Bayerischen Staatsoper in München. Nach seinem Abschluss wurde er festes Ensemblemitglied des Balletts und begann 1965 seine Solokarriere.

Sein Talent und seine Bühnenpräsenz machten ihn schnell zum Star der Szene. Besonders brillierte er in klassischen Rollen, die für ihr nobles und elegantes Erscheinungsbild bekannt sind. Darüber hinaus tanzte er in Stücken wie „Begegnung in drei Farben“ und „Casanova in London“.

Heinz Bosl trat häufig mit der berühmten englischen Ballerina Margot Fonteyn auf, die ihn in den Jahren 1973 und 1974 auf internationale Tourneen mitnahm. Dies machte ihn auch über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt.

Tragischerweise wurde seine Karriere abrupt beendet – 1975 verstarb er im Alter von nur 28 Jahren an Leukämie. Sein früher Tod bedeutete einen großen Verlust für die Ballettwelt. Doch um sein Vermächtnis zu bewahren, gründete seine langjährige Tanzpartnerin Konstanze Vernon 1978 die Heinz-Bosl-Stiftung, um junge Ballettstudenten zu fördern.

Wie Heinz Bosl in Erinnerung bleibt

Kollegen und Weggefährten beschrieben ihn als intellektuell, sensibel und unglaublich schnell in der Auffassungsgabe. Er besaß eine außergewöhnliche Balletttechnik und ein fast intuitives Verständnis für Bewegung. Seine Tanzpartnerinnen schätzten ihn für seine Fürsorglichkeit und Hingabe. Heinz Bosl war ein Vorbild für kommende Generationen, das Werte verkörperte, die zeitlos sind.

Die Heinz-Bosl-Stiftung – Ein Vermächtnis für die Zukunft

Die Heinz-Bosl-Stiftung wurde 1978 von Konstanze Vernon ins Leben gerufen. Ihr Ziel war es, jungen Tänzern die Möglichkeit zu geben, ihr Talent zu entfalten und gleichzeitig Heinz Bosls Erbe zu bewahren.

Da es in der Ballettwelt traditionell weniger männliche Tänzer gibt, setzte Vernon einen besonderen Schwerpunkt auf deren Förderung. Sie begann, eine strukturierte Tanzausbildung in München aufzubauen, die sich an der russischen Waganowa-Methode orientierte.

Dank der engen Zusammenarbeit zwischen dem Bayerischen Junior Ballett München, der Heinz-Bosl-Stiftung, dem Bayerischen Staatsballett und der Ballett-Akademie der Hochschule für Musik und Theater München entwickelte sich München zu einem zentralen Standort für klassische Ballettausbildung.

Die Entwicklung der Stiftung

In den ersten zehn Jahren nach der Gründung konzentrierte sich die Stiftung darauf, hochqualifizierte Lehrer für die Ballett-Akademie der Münchner Hochschule zu gewinnen und jungen Tänzern Auftrittsmöglichkeiten zu verschaffen.

  • 1986 fand Konstanze Vernon ein neues Gebäude für den Schulkomplex. Damit erhielten die Tänzer endlich eigene Probenräume in der Wilhelmstraße.
  • In den folgenden Jahren weitete die Stiftung ihre Aktivitäten aus: Neben der Anstellung renommierter Lehrer und Choreografen begann sie, Stipendien für talentierte Nachwuchstänzer zu vergeben.
  • 1998 wurde das Haus des Prinzen Joseph Clemens zum Studentenwohnheim umfunktioniert, das gleichzeitig als Sitz der Stiftung diente.
  • 2003 eröffnete die Konstanze-Vernon-Ballett- und Choreografiestudio in der Herzogstraße.

Durch Vernons Engagement konnten Studenten ein breites choreografisches Repertoire kennenlernen – von George Balanchine und Serge Lifar bis hin zu Jiří Kylián. Zudem wurde mit ihrer Unterstützung die Kostümsammlung und technische Ausstattung der Stiftung stetig erweitert.

Nach dem Tod von Konstanze Vernon im Jahr 2013 übernahm Ivan Liška die Leitung der Stiftung. Seitdem wurden zahlreiche Ballettprojekte in München finanziert und renommierte Choreografen eingeladen, um mit den Studenten zu arbeiten.

Dank der Heinz-Bosl-Stiftung bleibt die Kunst des klassischen Balletts in München lebendig – und mit ihr das Erbe eines außergewöhnlichen Tänzers.

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