Jeri Ryan, gebürtig aus München, ist eine amerikanische Schauspielerin, die vor allem durch ihre Rolle als „Seven of Nine“ in der Serie Star Trek: Voyager berühmt wurde. Mehr über ihren Lebensweg und ihre bekanntesten Rollen erfahren Sie in unserem Artikel auf munichski.eu.
Frühe Jahre
Jeri Lynn Ryan (geborene Zimmerman) wurde am 22. Februar 1968 in München als Tochter eines ranghohen US-Armee-Sergeants und einer Sozialarbeiterin geboren. Aufgrund der Auslandsstationierungen ihres Vaters wuchs sie auf verschiedenen Militärbasen in den USA und Deutschland auf. Als Jeri 11 Jahre alt war, schied ihr Vater aus dem Militärdienst aus, und die Familie ließ sich in Paducah, Kentucky, nieder.
Nach dem Schulabschluss studierte Jeri Theaterkunst an der Northwestern University in Illinois. Um ihr Studium zu finanzieren, nahm sie an Schönheitswettbewerben teil. 1989 gewann sie den Titel „Miss Illinois“. Ein Jahr später nahm sie an der „Miss America“-Wahl teil, wo sie den dritten Platz belegte. Sie gewann den Badeanzug-Wettbewerb und sang das Lied On My Own aus dem Musical Les Misérables im Talentwettbewerb.
Schauspielkarriere
Nach dem Studium zog Ryan nach Los Angeles, um ihre Schauspielkarriere zu beginnen. Ihr Debüt gab sie in der Sitcom Who’s the Boss? (1984–1992). Es folgten Auftritte in der Seifenoper Melrose Place (1992–1999), in der Charaktere den Spagat zwischen Arbeit und Privatleben meistern. Ryan spielte auch in der Anwaltsserie Matlock (1986–1995) und im Krimi-Drama The Sentinel (1996–1999).
In der Sci-Fi-Serie Dark Skies (1996–1997) verkörperte Ryan die außerirdische Forscherin Juliet Stuart. Obwohl nur eine Staffel produziert wurde, erregte diese Rolle die Aufmerksamkeit der Science-Fiction-Welt. 1997 stieß sie zur Besetzung von Star Trek: Voyager (1995–2001) und spielte die Borg „Seven of Nine“. Nach ihrem Einstieg in der vierten Staffel stiegen die Einschaltquoten um 60 %. Für diese Rolle wurde sie viermal für den Saturn Award nominiert und gewann ihn 2001.

Es folgte die Rolle im Vampirfilm Dracula 2000, der die Geschichte Draculas modern interpretierte. Sie spielte auch in der Dramaserie Boston Public (2000–2004) die Anwältin Veronica „Ronnie“ Cook, die zur Lehrerin wurde.

Ryan bewies ihr Talent auch in romantischen Komödien wie Against Love (2003) und Men Cry Bullets (1999). Ihre erste Hauptrolle übernahm sie in der Serie Y: The Last Man (2002–2008), in der sie die letzte Frau auf der Erde darstellte.
Weitere Rollen hatte Ryan in Serien wie Crossing Jordan (2001–2007), Leverage (2008–2012) und Boston Legal (2004–2008). In der Dramaserie Body of Proof (2011–2013) spielte sie die Ärztin Kate Murphy.
Privatleben
1990 lernte Ryan bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung den Investmentbanker und späteren Politiker Jack Ryan kennen, den sie ein Jahr später heiratete. Das Paar lebte abwechselnd in Los Angeles und Wilmette, Illinois, und bekam einen Sohn namens Alex. 1999 ließen sie sich scheiden.

Während der Dreharbeiten zu Star Trek: Voyager begann Ryan eine Beziehung mit dem Produzenten Brannon Braga. 2003 heiratete sie den französischen Sternekoch Christophe Émé, mit dem sie 2005 das Restaurant „Ortolan“ in Los Angeles eröffnete. Das Paar hat eine Tochter namens Gisele.
Jeri Ryan betont stets, dass ihre Familie für sie an erster Stelle steht. Trotz ihrer erfolgreichen Karriere sieht sie ihre wichtigste Rolle im Leben als Mutter und Ehefrau.
