Die Geschichte des Münchner Schützen

Im Jahr 2016 wurde München von einem schrecklichen Massenmord erschüttert. Ein achtzehnjähriger junger Mann eröffnete das Feuer auf Besucher eines Einkaufszentrums. Seine Tat forderte zahlreiche Opfer. Anschließend nahm sich der Täter das Leben. Mehr dazu auf munichski.eu.

Angriff auf unschuldige Bürger

Dies geschah an einem warmen Juliabend in der Nähe der „Olympia“, wohin viele Menschen aus den umliegenden Stadtteilen zum Einkaufen kamen. Es spielte sich wie ein Film über einen Einzeltäter ab, doch leider war es die schreckliche Realität. Der Täter hieß David Ali Sonboly. Er besaß die doppelte Staatsbürgerschaft Deutschlands und des Irans.

Der junge Mann schoss auf unschuldige Passanten und verletzte fast dreißig Menschen. Neun Münchner Bürger kamen ums Leben. Was ihn antrieb, bleibt unklar. David Ali erschoss sich am Tatort selbst. Später stellte sich heraus, dass er psychisch krank war und eine manische Neigung zur Gewalt hatte. Dieses tragische Ereignis war kein Zufall. Der Massenmord wurde vom Täter im Voraus akribisch geplant.

Geplanter Anschlag

Robert Heimberger, der damalige Leiter der bayerischen Polizei, gab in einer offiziellen Erklärung bekannt, dass sich David Ali Sonboly ein Jahr lang auf seinen „Tag X“ vorbereitete. Ein Jahr zuvor war Sonboly in die Stadt Winnenden gereist, wo einige Jahre zuvor ein anderer Jugendlicher fünfzehn Menschen in einer Schule ermordete. Er machte dort Fotos vom Tatort. Es scheint, als hätte Sonboly sich Inspiration für seine eigene Tat geholt.

Während der Ermittlungen entdeckte die Polizei auf Sonbolys Computer Fotos eines weiteren Terroristen – Anders Behring Breivik. Der norwegische Attentäter hatte 2011 eine Doppelattacke durchgeführt, bei der 77 Menschen ums Leben kamen. Die Ermittler vermuteten, dass Sonboly sein Verbrechen symbolisch am fünften Jahrestag des Massenmords auf der Insel Utøya begehen wollte.

Sonboly war mit einer Pistole und 300 Schuss Munition bewaffnet. Er schoss kaltblütig auf friedliche Münchner Bürger. Woher er die Waffe hatte, ist unklar, da er keine Lizenz besaß.

Seine Tat ist nicht nur wegen ihrer Grausamkeit erschreckend. Es ist erschreckend, dass ein so junger Mann sein Verbrechen so sorgfältig und lange plante. Die Ermittlungen ergaben, dass Sonboly die Opfer mit einer fingierten Facebook-Nachricht in das Einkaufszentrum lockte. Er gab sich als jemand anderes aus und warb mit einer vermeintlichen Aktion eines nahegelegenen McDonald’s. Sein Kalkül ging auf, denn viele Menschen wollten am Ende der Arbeitswoche gut essen und sich entspannen. Dort begann er seine Schießerei. Zu den Opfern gehörten auch Jugendliche unter 15 Jahren.

Mordlust

Nach dem Angriff wurden die Eltern des Täters festgenommen. Über ihr weiteres Schicksal gibt es keine Informationen. Bekannt ist jedoch, dass Sonboly in psychiatrischer Behandlung war. Er litt unter chronischer Depression und anderen psychischen Störungen. In seinem Zimmer fand die Polizei Literatur über Massenmorde.

Die Ermittler versuchten herauszufinden, ob Sonboly Verbindungen zu Terrororganisationen hatte. Doch in seiner Wohnung gab es keine Hinweise darauf, dass er Teil extremistischer Gruppen war.

An diesem schrecklichen Abend, dem 22. Juli 2016, hörten Zeugen, wie der Täter Hassparolen gegen Türken rief. Die Polizei stellte jedoch fest, dass Sonboly seine Opfer zufällig auswählte und keine gezielte Verbindung zu ihnen bestand. Ethnische Zugehörigkeit spielte für ihn offenbar keine Rolle.

Die wahren Motive für dieses schreckliche Massaker bleiben ein Rätsel. Angesichts der psychischen Erkrankung des Täters lässt sich vermuten, dass seine Neigung zur Gewalt ein untrennbarer Teil seiner gestörten Psyche war.

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