München ist eine malerische Stadt, in der jeder die passende Unterhaltung für sich finden kann. Jedes Jahr finden hier verschiedene Festivals und Feierlichkeiten statt, die traditionell ein großes Publikum anziehen. Über die bekanntesten Festivals, die man in der bayerischen Hauptstadt besuchen sollte, erfahren Sie mehr in unserem Beitrag. Mehr dazu auf munichski.eu.
„Oktoberfest“
Wenn man an herausragende Veranstaltungen in München denkt, darf das berühmteste unter ihnen – das „Oktoberfest“ – nicht unerwähnt bleiben. Dieses Fest ist weltweit bekannt, auch für diejenigen, die noch nie in Bayern waren. Es gilt als eines der größten Volksfeste der Welt und hat diesen Titel über viele Jahre hinweg würdig verteidigt.
Das erste Bierfestival fand am 12. Oktober 1810 in der Stadt statt und war der Feier der Hochzeit des Kronprinzen Ludwig und der Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen gewidmet. Übrigens wurde die Wiese, auf der das „Oktoberfest“ stattfindet, zu Ehren der Prinzessin „Theresienwiese“ genannt.
Bis 1819 wurde das Fest von Privatpersonen organisiert, danach übernahm die Stadtverwaltung die Organisation. Es wurde zu einer traditionellen jährlichen Veranstaltung, die von allen erwartet und gefeiert wird.
Mit jedem Jahr wurde das Fest immer größer und grandioser. 1886 wurde das „Oktoberfest“ elektrifiziert. Es ist bekannt, dass Albert Einstein bei diesem Prozess half und persönlich Glühbirnen im Zelt „Schottenhamel“ einschraubte. Die gesamte Arbeit übernahm die Firma, die dem bedeutenden Physiker gehörte.
Das Festival hatte auch schwierige Zeiten in seiner Geschichte. Zum Beispiel wurde es während des Zweiten Weltkriegs nicht abgehalten. Später erlebte das Fest jedoch eine Wiedergeburt und begann, sich mit neuer Energie weiterzuentwickeln.
Das moderne „Oktoberfest“ ist ein festliches Ereignis, zu dem Menschen aus aller Welt anreisen. Es zieht nicht nur Bierliebhaber an, sondern auch solche, die sich weniger für das Getränk interessieren, denn neben dem Biergenuss bietet das Festival zahlreiche weitere Unterhaltungen.
Die offizielle Eröffnung des Festivals beginnt mit dem feierlichen Einzug der Wiesnwirte. Dann wird der Hahn ins erste Bierfass geschlagen – eine Aufgabe, die traditionell vom Oberbürgermeister Münchens übernommen wird. Dies signalisiert den Beginn des Festes.
Ein wichtiger Bestandteil des „Oktoberfestes“ ist der Kostümumzug. Menschen in traditionellen Trachten ziehen vom „Bayerischen Landtag“ zur „Theresienwiese“, wo die Hauptveranstaltungen stattfinden.
Für jeden Festivalbesucher gibt es ein unterhaltsames Programm, leckeres Essen, echtes „bayerisches“ Bier und natürlich die unvergessliche Festatmosphäre. Man kann das Riesenrad fahren, mit dem Bogen schießen, an Fassrennen teilnehmen, zahlreiche Fotostationen besuchen und vieles mehr. In dieser Zeit werden alle Anwesenden zu echten Freunden.
Der Eintritt zum Bierfestival ist kostenlos, die Gäste müssen nur für Essen, Getränke und einige Attraktionen bezahlen.
„Tollwood“
„Tollwood“ ist eine große kulturelle Veranstaltung in Bayern. Das Programm umfasst Theateraufführungen, Musik-Events und Treffen mit prominenten Künstlern. Das Hauptziel des Festivals ist es, das kulturelle Leben mit einem Bewusstsein für Umweltschutz zu verbinden. Daher steht „Tollwood“ unter dem Motto Natur- und Umweltschutz, Toleranz und Offenheit.
Erstmals fand das Festival 1988 in München statt und gewann schnell die Sympathie der Öffentlichkeit. Es wurde beschlossen, ein solches Festival zweimal im Jahr zu organisieren – ein Sommer- und ein Winterfestival. Das Sommer-„Tollwood“ findet im „Olympiapark“ statt, während das Winter-„Tollwood“ auf der „Theresienwiese“ stattfindet, wo auch das „Oktoberfest“ veranstaltet wird.
Der Eintritt zu diesem Festival ist ebenfalls kostenlos, ebenso wie die meisten Attraktionen. Einige Konzerte und Veranstaltungen sind jedoch kostenpflichtig.
Im Rahmen des „Tollwood“ findet außerdem ein großer Markt unter dem Namen „Markt der Ideen“ statt. Hier gibt es mehr als zweihundert Verkaufsstände, an denen Hersteller ihre Produkte präsentieren können. Neben deutschen Waren werden auch Produkte aus China, Japan, den USA, Kanada und anderen Ländern angeboten.
Das Winterfestival zeichnet sich durch die Installation des Medienpavillons „Weltsalon“ aus. Auf großen Bildschirmen werden Videos gezeigt, die aktuelle Umweltthemen behandeln, und prominente Persönlichkeiten treten auf, um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf wichtige Fragen zu lenken.
Im Laufe der Jahre traten auf diesem Festival auch weltbekannte Künstler auf, wie Bob Dylan, Chris Norman, Sting, Amy Macdonald und viele andere.
Das „Tollwood“-Festival ist ein erfolgreiches Beispiel dafür, wie Unterhaltung und Bildungsarbeit miteinander verbunden werden können.

„Frühlingsfest“
Dieses Fest wird als „kleiner Bruder“ des berühmten „Oktoberfestes“ angesehen. Beide ähneln sich in ihrer Atmosphäre und den Programmen. Das „Frühlingsfest“ gilt jedoch als gemütlichere und familienfreundlichere Veranstaltung.
Hier verabschieden sich alle Gäste vom Winter und begrüßen den Frühling. Es heißt, je fröhlicher und ausgelassener das Fest ist, desto schneller wird es warm. Daher ist das „Frühlingsfest“ immer voller Lachen, Freude und positiver Emotionen. Besucher werden von Clowns, Jongleuren, Zauberern und anderen Künstlern unterhalten. Es gibt zahlreiche Attraktionen, Fotostationen, Bühnen für Auftritte und natürlich viele Cafés mit leckerem Essen und Bier.
Das Festival endet mit einem großen Feuerwerk. Und die glücklichen Gäste verlassen das Fest mit der Vorfreude, im nächsten Jahr wiederzukommen.

„Münchner Opernfestspiele“
Das Festival findet jährlich in der zweiten Sommerhälfte in der bayerischen Hauptstadt statt und wird von der „Bayerischen Staatsoper“ und dem „Bayerischen Staatsballett“ organisiert.
Die Veranstaltung gehört zu den ältesten ihrer Art in Europa und fand erstmals im Sommer 1875 statt. Damals konnten die Besucher Kompositionen von Mozart und Wagner hören.
Seit vielen Jahren ist das Festival ein wichtiges kulturelles Ereignis, das zahlreiche Menschen anzieht. Sein Hauptmotto lautet „Oper für alle“. Die Organisatoren setzen sich dafür ein, das Publikum für die Welt der Oper zu begeistern und zu zeigen, dass diese Kunstform modern und modisch sein kann. So fand 2013 ein künstlerischer Auftritt statt, bei dem etwa zweitausend nackte Künstler vor dem Theater auftraten.

„Fasching“
Dieser Karneval ist eines der größten Winterfeste in München. In dieser Zeit verwandelt sich die Stadt in eine märchenhafte Kulisse mit Theateraufführungen, Maskenbällen, Tänzen und viel Vergnügen.
Warum wird das Fest „Fasching“ genannt? Dies ist ein mittelalterlicher Name für die Festlichkeiten in der Zeit vor der Fastenzeit.
In der modernen Münchner Version ist dieses „Volksfest“ zu einem traditionellen, organisierten Festival geworden, das mehrere Wochen dauert.
Die Deutschen nennen diese Zeit den „Verrückten Saison“. Es ist zwar verrückt, aber auch sehr lustig.

Der Höhepunkt des „Fasching“ ist die große Sonntagsparade, die durch das historische Zentrum der bayerischen Hauptstadt zieht.