Die gebürtige Münchnerin Christa Kinshofer begann ihre Karriere im Skisport 1971 und wurde nach acht Jahren Weltcup-Siegerin im Riesenslalom. Nach fünf aufeinanderfolgenden Siegen erhielt sie den Titel der Sportlerin des Jahres in Westdeutschland. Bald folgten olympische Erfolge mit zwei Silber- und einer Bronzemedaille. Nachdem sie sowohl für Deutschland als auch die Niederlande angetreten war, verließ Kinshofer den Sport und widmete sich einer Karriere in den Medien und im Geschäftsleben. Mehr über den Weg der bekannten Münchnerin zum Erfolg lesen Sie weiter auf munichski.eu.
Der Weg in den Spitzensport
Christa Kinshofer wurde am 24. Januar 1961 in München geboren. Sie wuchs mit ihren Geschwistern in der bayerischen Kleinstadt Miesbach auf, wo ihre Eltern ein Ingenieurbüro leiteten. In ihrer Kindheit betrieb sie Eiskunstlauf und wurde bereits mit acht Jahren Münchener Kindermeisterin. Zudem zeigte sie Talent für den Skisport und nahm 1971, noch während der Schulzeit, an Skirennen teil. Mehrfach wurde Christa Jugendmeisterin in Westdeutschland. Ihre ersten Weltcup-Punkte erzielte sie 1977 mit einem zehnten Platz im Slalom – einem Wettkampf, bei dem die Teilnehmer so schnell wie möglich eine spezielle Strecke mit Torstangen hinunterfahren.

1979 gewann Kinshofer fünf aufeinanderfolgende Riesenslalom-Rennen. Beim Riesenslalom handelt es sich um ein Tempo-Rennen, bei dem die Tore weiter auseinanderliegen als beim Slalom, aber enger als beim Super-G. Kinshofer wurde zur Sportlerin des Jahres in Westdeutschland gekürt. Ein Jahr später gewann sie eine Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Lake Placid, USA. Ein schwerer Unfall führte jedoch zu einem Knöchelbruch, der eine 11-monatige Pause erzwang. Aufgrund unterschiedlicher Trainingsmethoden verließ sie den Deutschen Skiverband (DSV) und trat der niederländischen Nationalmannschaft bei.
Nach ihrer Teilnahme an den Internationalen Deutschen Meisterschaften, wo Kinshofer für die Niederlande antrat, lud der DSV sie zurück in das deutsche Team ein. Sie gewann den Weltcup im Slalom in Piancavallo, Italien, und qualifizierte sich für die Olympischen Spiele 1988 in Calgary, Kanada. Dort gewann die Münchnerin Silber im Riesenslalom und Bronze im Slalom. Nach diesen Erfolgen zog sie sich wegen einer Bandscheibenverletzung aus dem Skisport zurück.
Karriere nach dem Sport
Durch ihr Talent vor der Kamera erhielt Kinshofer mehrere Werbeverträge. Sie arbeitete als Kommentatorin für zahlreiche Sportkanäle und als Expertin für die deutsche Boulevardzeitung Bild. Im Medienbereich wurde sie oft als „Glamour-Girl“ und „Hollywood-Christa“ bezeichnet.
Darüber hinaus betätigte sich Kinshofer im Geschäftsleben. Sie eröffnete ein Kindersportgeschäft in München und gründete zusammen mit ihrer Schwester das Unternehmen Kinsi Sports. 2012 eröffnete sie gemeinsam mit ihrem Ehemann, einem Orthopäden, die Christa Kinshofer Skiklinik in München, die sich auf die Behandlung von Ski-Verletzungen spezialisiert hat.
2001 veröffentlichte die ehemalige Skirennläuferin das Buch Fit for Success 2001, und zehn Jahre später erschien ihre Autobiografie Helden werden nicht gewürfelt. Darin beschreibt sie ihren schwierigen Weg im Sport und wie sie trotz Rückschlägen den Glauben an sich selbst bewahrte und stets ihre Ziele verfolgte.
Kinshofer ist außerdem als Motivationscoach und internationale Rednerin in den Bereichen Sportmarketing und Sponsoring tätig. In ihren Vorträgen lehrt sie, wie man richtig mit Siegen und Niederlagen umgeht und vermittelt ihrem Publikum die nötige Motivation.